Ruth Frenk veröffentlichte kürzlich einen Leitartikel:

"FREIZEITGESTALTUNG  -  VOCAL MUSIC IN THERESIENSTADT,
1942 - 1944"

in der November/Dezember-Ausgabe des Journal of Singing, der führenden amerikanischen Zeitschrift der National Association of Teachers of Singing (NATS).

Klicken Sie hier um den vollständigen Artikel (in Englisch) zu lesen.


Saarbrücker Zeitung
Oliver Schwambach
30. Januar 2014


Seit vielen Jahren singt Ruth Frenk bereits die Musik jener jüdischen Komponisten, die in den Konzentrationslagern umkamen. Am Montag berichtet sie im Staatstheater über die "Musik im KZ Theresienstadt". ....
Fuldaer Zeitung
30. Januar 2014


Interview mit
Ruth Frenk
Evelyn Thriene
23.06.2012


Dr. Michael Büttner
Universität Potsdam
19.10.2011


Westfälische Rundschau
6.12.2010


Ostfriesischer Kurier
ISH
11.11.2010



Südkurier
Helmut Weidhase
15.05.2010


Dillenburg-Post
hmy
30.09.2009



Schöpferkraft an einem Ort unvorstellbaren Grauens.  "Musik im KZ Theresienstadt" war das Thema eines Akademieabends, zu dem das Bonifatiushaus….
Ruth Frenk ist eine charismatische Persönlichkeit. Mit ihrer künstlerischen Präsenz zieht die Sängerin und Gesangslehrerin viele Menschen an und lässt sie Teil haben an einer international ....
Noch einmal möchte ich mich bei Dir für Deinen sehr gelungenen Vortrag auf der 49. Berliner Gesangswissenschaftlichen Tagung bedanken....
Siegen. "Schier unglaublich, was wir gehört und gesehen haben."  Sichtlich bewegt waren die Besucher des aktiven Museums.  Ruth Frenk, Konzertsängerin und Gesangspädagogin aus Konstanz....

Wie konnthe man im KZ noch künstlerisch aktiv sein?
Musik aus dem Lager Theresienstadt - Spezialistin Ruth Frenk: Beeindruckender Vortrag in der Cornerus-Schule....

Ruth Frenk würdigt im Astoriasaal die Theresienstädter Vokalmusik der Jahre 1942-44
Das Historische und für ästhetisches Erleben Grundsätzliche brachte Ruth Frenk in ihrem klang-, bilder- und bekenntnisreichen Vortrag ....
Von Kantor bis Klezmer - Konzertsängerin Ruth Frenk, erklärt in Herborn, was Jüdische Musik ausmacht.
Herborn - Kann man jüdische Musik analysieren oder kann man sie nur auf sein Gefühl einwirken lassen? Diese oft gestellte Frage beantwortete ....

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Ruth Frenk würdigt im Astoriasaal die
Theresienstädter Vokalmusik der Jahre 1942-44

Das Historische und für ästhetisches Erleben Grundsätzliche brachte Ruth Frenk in ihrem klang-, bilderund bekenntnisreichen Vortrag im VHS-Astoriasaal auf den Doppelpunkt: Was im Lager Theresienstadt an Musik geschaffen und aufgeführt wurde, wurde als Ausstellungsstück zur Weltverdummung missbraucht und als Propagandaschwindel inszeniert (dem selbst das Rote Kreuz zeitweilig verfiel). Was dort geschaffen wurde, mag es noch so hoffnungsheiter oder überlebenswillig intoniert sein, lässt sich heute wie morgen nicht als pure Kunstvergnügung hören, die das historisch Schreckliche dahinter überhört, nicht als Klanglebendigkeit erleben, die das harte Musik-Wort Paul Celans "Todesfuge" darüber vergisst.

So gelang eine Begegnung mit den Klangkünsten aus dem Lager, so intensiv und lebendig, dass man meinte, die Musik-Gegenwart könne Geschichtsentsetzen für Augenblicke besiegen. Beispiele: ein kleiner Tonfilm, über 20 Jahre alt, zeigt, wie Ruth Frenk ein Kabinett- und Kabarettstück aus Theresienstadt mit Charme und Pointen singt, elegant agiert; eine Collage von Leo Strauss über den musischen Familiennamen mit Johann, Edmund, Richard und so weiter. Aber Radetzky und Rosenkavalier landeten in leiser Traurigkeit, fuhren angsterfüllt davon  - nach Birkenau.

Vokalmusik stand auf dem reichen Programm. Kunstvoll-naiv erfreuten Karel Bermanns Kinderlieder. Sehnsuchtsvoller klang der Gesang von Pavel Haas, dem Meisterschüler Janaceks. Aus Hans Krásas Kinderoper "Brundibár" gaben Flöte und Klarinette leichte Walzer-Töne. Gideon Kleins Wiegenlied rührte durch zartes Melos mit hebräischem Klang. Ilse Webers Abendchanson "Ich wandre durch Theresienstadt" wirkte durch ergreifend schlichte Melancholie. Welche Lied- und Klangkunst wurde lebendig in Carlo Sigmund Taubes (Busoni-Schüler) Lied, welche Spannung baute Victor Ullmann in seiner Oper "Der Kaiser von Atlantis" auf: Vorspruch mit Deutschlandlied-Zitat, Finalchoral mit "Ein feste Burg" - keine Parodie, eher wie der Choral in Alban Bergs Violinkonzert, wie ernste Erinnerung, dass Luthers Lied den hebräischen Psalm 46 nachsingt. Wie aus dem Lager-Kabarett der Klang lebendig blieb, bezeugte ein Marschlied von Karel Svenk, als Volkslied gesungen im Kibbuz Givat Haim. Dankapplaus für Ruth Frenks ernst-heitere Klänge, Bilder, Worte.

Helmuth Weidhase
15.05.2010